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Aktuelle Podcastabos

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Vor einem halben Jahr habe ich mich ja über die Podcastlandschaft beschwert (The State of Podcasting) und bin noch meine aktuellen Abos schuldig.
Hier also alle Podcasts, die ich aktuell im Abo habe. Anbei die ungefähe Laufzeit, eine Kurzbeschreibung und jeweils ein paar Dinge, die ich daran mag und nicht so mag.

  • 99% Invisible – Widmet sich pro Folge einem Thema. Ist thematisch nicht wirklich festgelegt. (~20min/Ep)
    • pro: herausragend produziert, kommt direkt zum Punkt
    • con: nicht immer interessant
  • Barbell Shrugged – Drei Jungs quatschen über Fitness im Allgemeinen und Gewichtheben im Speziellen und laden häufig Gäste ein. (60-90min/Ep)
    • pro: hohe Energie der Hosts, die viel Ahnung haben, teils sehr fokussiert auf kleine Teilbereiche des Gewichthebens
    • con: zu sehr Werbeveranstaltung für ihr eigenes Fitnessprogramm, teils zu speziell für meinen persönlichen Geschmack
  • Planet Money – Widmet sich pro Folge einem Thema aus dem Bereich der Wirtschaft. (~20min/Ep)
    • pro: kurz, knackig, gut recherchiert und produziert
    • con: nicht jedes Thema hat eine besondere Tiefe oder ist sonderlich interessant
  • The /Filmcast – 3 Hosts reden erst kurz daruber, was sie alles in der letzten Woche gesehen haben, gefolgt von Filmnews und am Ende ein ausführliches Filmreview mit geteiltem Spoilerteil. (~60-90min/Ep)
    • pro: Die drei sind immer bestens gelaunt, schauen auch obskure Sachen, so dass man auch eine Menge neues kennenlernt, das Format ist gut abgehangen, knackig und immer unterhaltsam. Häufig gibt es Bonusepisoden, bei denen Filmemacher zu Gast sind oder Serien besprochen werden.
    • con: Einer der Hosts hat einen sehr zweifelhaften Geschmack und findet alles total supi, in der Mitte gibt es einen zu langen Werbeblock, den sie wenigstens versuchen unterhaltsam zu machen und zwischendurch werden immer wieder anonymisierte Spender vorgelesen.
  • 5by5 at the Movies – Dan Benjamin hat ganz selten mal einen Host seiner anderen Shows zu Gast um über einen Film zu reden, der ihnen sehr am Herzen liegt. Es gibt erst drei Episoden (seit 3,5 Jahren), aber diejenigen die es gibt, sind toll. (3h und mehr/Ep.)
    • pro: Siracusa über Goodfellas, Merlin über The Big Lebowski
    • con: nix.
  • 1337@kultur:~$ – Maha redet mit einem Gast über ein Thema aus der Nerdkultur. (2-3h/Ep)
    • pro: Themen, zu denen man sonst fast nie etwas hört.
    • con: Viel zu lang, viel zu viele Gesprächspausen, ein zu oft abwesend wirkender und unkonzentrierter Host, der offenbar damit überfordert ist neben Pflege der Shownotes während der Aufnahme und Recherche im Netz ein interessiertes Gespräch zu führen. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Daher habe ich es gerade mal geschafft eine Handvoll Episoden zu hören.
  • A Cast of Kings – A Game of Thrones Podcast – Während eine Staffel Game of Thrones im Fernsehen läuft erscheint zu jeder Folge eine Podcastepisode, um diese zu besprechen. Dies tut der Host des /Filmcast Dave Chen, der keins der Bücher gelesen hat gemeinsam mit Joanna Robinson, die alle Bücher mehrmals gelesen hat und dadurch viel zu erzählen hat. (~1h/Ep)
    • pro: Keine Spoiler für weitere Buchentwicklungen, gute Dynamik zwischen den Hosts.
    • con: Regelmäßiges vorlesen der ganzen Kickstarter Backer.
  • A STORM OF SPOILERS – Während eine Staffel Game of Thrones im Fernsehen läuft erscheint zu jeder Folge eine Podcastepisode, um diese zu besprechen. Dabei sind drei Hosts, von denen zwei die Bücher gelesen haben und einer nicht. Im Gegensatz zu A Cast of Kings ist dieser Podcast jedoch voller Spoiler, Spekulationen und wahnwitzigen Theorien. Ein Heidenspaß. Dieser Podcast ist eigentlich der einzige Grund, warum ich die Serie überhaupt noch sehe. (~1h/Ep.)
    • pro: Spoiler ohne Ende, Begeisterung für die Bücher, viel Humor und man merkt den Hosts an, dass sie totale Lust auf den Podcast haben und jede — noch so aberwitzige — Theorie auszudiskutieren.
    • con: Audioqualität.
  • Alternativlos – Frank und Fefe reden meist über Politik oder Technik.
    • pro: Tiefgang, Themenvarianz, Vorbereitung, gute Laune, unregelmäßiges Erscheinen.
    • con: unregelmäßiges Erscheinen, stundenlanges entschuldigen für unregelmäßiges Erscheinen.
  • Cocktailpodcast – Die Jungs vom Sneakpod nehmen sich pro Episode ein Thema/Drink/Spirituose vor. (1-2h/Ep.)
    • pro: Die wissen wovon sie reden.
    • con: leider sehr seltene neue Episoden.
  • Bildungstrinken – Der Barchef von Le Lion Jörg Meyer und der Moeffju nehmen sich pro Episode ein Thema/Drink/Spirituose vor oder besuchen eine Bar. (~1h/Ep.)
    • pro: Der Herr Meyer weiß wovon er redet und ist eloquent und der Moeffju stellt gute Fragen. Gute Chemie zwischen den beiden.
    • con: nix.
  • Cortex – Myke Hurley lässt sich von CGP Grey — einem Youtube Star — erzählen, wie dieser arbeitet. (~1h/Ep.)
    • pro: Interessante Personen machen interessanes Hörfutter und ich finde Grey interessant.
    • Werbung.
  • CRE: Technik, Kultur, Gesellschaft – Onkel Pritlove erklärt mit Gästen die Welt. (So lange wie es dauert)
    • pro: Ein Thema dauer so lang es eben dauert, gute Vor- und Nachbereitung, umfassende Shownotes, meist herausragende Gäste.
    • con: Hat insgesamt massiv nachgelassen, so dass es kaum stört, dass der Podcast so selten erscheint. Aber es gibt ja einen extrem guten Katalog mit vielen alten Folgen, die noch immer relevant sind.
  • Das E&U-Gespräch – Benjamin und Markus stellen pro Episode je ein Thema aus ernster und unterhaltsamer Kultur vor. (60-90min/Ep.)
    • pro: Themen, von denen man sonst nichts erzählt bekommt, viel Kunst, aber auch Literatur und Musik. Mal mehr…
    • con: … mal weniger kompetent.
  • Dot Grid – Nerd Uprising – Zu zweit wird über die Schnittstelle zwischen analog und digital gesprochen. (~1h/Ep.)
    • pro: interessante Themen
    • con: kaum Tiefgang und schlechtes Audio
  • The Erasable Podcast – Drei Jungs reden über Bleistifte und allem drumherum. Ja, wirklich, über Bleistifte. (~90min/Ep.)
    • pro: Die Quintessenz von Special-Interest-Content. Sie senden nur, wenn sie Lust und etwas zu erzählen haben.
    • con: Das Thema ist langsam ausgereizt (aktuell ist Folge 36), schlechte Audioqualität.
  • Filmspotting – Ein Urgestein der Filmpodcastlandschaft. Es geht um einen Film pro Folge und diverses drumherum (meist eine Top5, die thematisch passt). (~1h/Ep.)
    • pro: Viel Meinung und Eloquenz, Filmmarathons zu Filmemachern, obskure Filme, sehr gute Gäste.
    • con: Zu viel Quatsch und Werbung um den interessanten Inhalt herum. Zum Glück gibt es Timecodes.
  • Firewall & Iceberg Podcast – Der einzige vertrauenswürdige Serienpodcast. (~90min/Ep.)
    • pro: Es gibt keinen besseren.
    • con: Audioqualität und Technikprobleme und in ein paar Wochen ist der Podcast leider vorbei. heul
  • Fokus Europa – Onkel Pritlove erklärt Europa. (1-2h/Ep.)
    • pro: Sehr gute Gäste und sehr gute Vorbereitung.
    • con: Nicht jedes Thema interessiert mich (aber das ist schon ok so).
  • Freak Show – Der letzte Podcast über Technik, den ich noch höre, um überhaupt noch etwas mitzubekommen. Glücklicherweise ist der News-Anteil eher gering und es geht eher darum, was die 3-5 Hosts in ihrem technischen Leben so bewegt. (~4h/Ep.)
    • pro: Hohe thematische Varianz, viel Spaß und Energie in der ersten Hälfte der Sendung.
    • con: Wenig Spaß und Energie in der zweiten Hälfte der Sendung, viel tote Luft, zu lang, zu viele technische Schwierigkeiten.
  • Fuzzy Typewriter – A podcast about storytelling and storytellers, wie sie sich selber beschreiben. Abgesehen davon sind sie nicht festgelegt. Mal begleiten sie eine Serienstaffel, mal schauen sie eine Filmreihe oder besprechen Bücher. (~1h/Ep.)
    • pro: Sehr unregelmäßig und nur, wenn sie Lust auf ein Thema haben, gute Einsichten.
    • con: Schon sehr lange nichts neues mehr.
  • The Incomperable – Panelshow über Film, Fernsehen, Videospiele und Bücher. (~2h/Ep.)
    • pro: Manchmal sehr interessante Themen.
    • con: Zu viele Gäste, Werbung, zu selten interessante Themen.
  • Inquisitive – In der aktuellen Staffel redet Myke Hurley mit jeweils einem Gast über dessen Lieblingsalbum. Das ist ganz famos toll. (~1h/Ep.)
    • pro: Man lernt neue Musik oder neue Seiten an bekannter Musik kennen. Mein aktueller Lieblingspodcast.
    • con: Werbung.
  • Invisibilia – Zwei Frauen (Lulu und Alix) erzählen Geschichten im Stil von This American Life. (30-60min/Ep.)
    • pro: Toll produziert, Frauen.
    • con: Seit Februar nichts neues.
  • Kiezrekorder – Der feine Herr Semak macht kurze Portraits über Menschen aus Berlin. (~15min/Ep.)
    • pro: Sehr persönlich über Menschen, von denen man sonst nichts hört.
    • con: nix.
  • kleinercast – der podcast von kleinerdrei – Das neueste Abo in meiner Liste. Macht einen sehr sympatischen ersten Eindruck.
    • pro: Frauen
    • con: noch nix
  • Küchenradio – Philipp Banse und Konsorten reden in wechselnden Grüppchen, mit Gästen oder vor Ort über alles Mögliche. (~2h/Ep.)
    • pro: Sehr abwechslungsreich und sehr oft interessant.
    • con: Eigentlich nichts, es ist nur nicht immer was für mich dabei, so dass ich auch einige Episoden auslasse.
  • Medienradio – Philipp Banse redet mit Gästen über alles Mögliche mit Schwerpunkt Medien. (~2h/Ep.)
    • pro: Sehr gute Gäste, tolle Themenvarianz, die mich fast immer interessiert.
    • con: Selten nicht mit der Tiefe, die ich mir erhoffe.
  • monoxyd » [ohm] – Monoxyd und Erdgeist sprechen ab und zu über politisches oder technisches. (1-2h/Ep.)
    • pro: Machen nur dann einen Podcast, wenn sie etwas haben, worüber sie reden wollen.
    • con: Durch technische Probleme gehen ab und zu ganze Aufnahmen verloren. Die Wiederholungsaufnahmen sind dann natürlich nicht mehr ganz so frisch, wie wenn man erstmalig darüber redet.
  • Nerds on Draft – Gabe und Jeff diskutieren zu Beginn ein Craft Beer, um im Anschluss ein meist technisches Thema wie Taskmanagement, Kollaboration oder Meditation zu behandeln. (~90min/Ep.)
    • pro: Ordentliche Themenvarianz, nicht wöchentlich.
    • con: nix.
  • The Pen Addict – Alles rund um Stifte, Füller, Tinte und Notizbücher. (60-90min/Ep.)
    • pro: Durch den etwas weiter gefassten Themenausschnitt als der Erasable Podcast haben die beiden auch nach über 170 Episoden jede Woche etwas, worüber sie reden können. Hier stört mich die Werbung nicht, weil sie so viel Geld in dieses Hobby versenken und so immer ein neues Thema haben.
    • con: Myke Hurley, der ein ganzes Podcast Netzwerk betreibt, ist nicht immer bei der Sache und scheint manchmal sogar desinteressiert, so dass Brad Dowdy in manchen Folgen einen Monolog hält.
  • The Q&A with Jeff Goldsmith – Jeff hat Filmemacher und Schauspieler zu Gast, die über ihren aktuellen Film sprechen. (~1h/Ep.)
    • pro: Nicht das typische Geschwafel, sondern hier werden die Gäste auch persönlich und gehen sehr ins Detail.
    • con: Insgesamt interessieren mich zu wenige Gäste bzw. die Filme, zu denen sie erscheinen.
  • Radiolab – Ein ähnliches Format wie This American Life. (30min/Ep.)
    • pro: Sehr gut produziert.
    • con: Interessiert mich immer weniger.
  • Reconcilable Differences – John Siracuse und Merlin Mann reden über sich selbst, ihre Hobbies und wie sie aufgewachsen sind. (60-90min/Ep.)
    • pro: Wenn man die beiden mag, wird man das Format mögen…
    • con: … wenn nicht, dann nicht.
  • richter.fm » » [Der Weisheit] – Markus, Patricia, Malik und ein Gast klönen über meist aktuelles aus der Netzwelt, aber nicht nur. (60min/Ep. und keine Sekunde länger)
    • pro: Sympatische Runde mit netten Gästen.
    • con: Die harte Zeitgrenze schneidet oft interessante Gespräche ab und nervt daher recht stark.
  • Science Fiction Book Review Podcast – Luke liest viel Science Fiction und wenn er ein Buch ausgelesen hat bespricht er dieses (manchmal mit seiner Freundin zusammen). Eine neue Folge lässt also so lange auf sich warten, wie er für ein Buch benötigt (was nicht besonder lange ist). (60-90min/Ep.)
    • pro: Meinungsstark und erscheint nur dann, wenn es was neues gibt. Sehr gute Buchauswahl.
    • con: Eigenwilliger Stil, aber ich mag’s.
  • Serial – Serielles Geschichtenerzählen, also pro Staffel eine Geschichte. Die erste Staffel behandelt einen recherchierten Kriminalfall. (1h/Ep.)
    • pro: Toll produziert und sehr spannend. Brachte Podcasts ein Stück nach vorne.
    • con: nix.
  • Slate’s Audio Book Club – Ab und an wird ein vorher angekündigtes Buch von 3-4 Leuten besprochen. (~1h/Ep.)
    • pro: Gutes Diskussionsniveau.
    • con: Recht selten für mich interessante Bücher dabei und teils fürchterliche Audioqualität bei Gästen.
  • Talking TV With Ryan and Ryan – Zwei Fernsehkritiker kritisieren Fernsehen. (60-90min/Ep.)
    • pro: Ab und zu gute Einsichten und gute Empfehlungen.
    • con: Mieses Audio. Sehr zweifelhafter Geschmack, so dass man den Empfehlungen nur selten trauen kann. (Aber man nimmt in diesem Podcastgenre ja was man noch kriegen kann.)
  • Top Four – Marco und Tiff quatschen lustig ins Mikro, um am Ende bei einer Top 4 eines vorher bestimmten Themas zu landen. (45-60min/Ep.)
    • pro: Sehr charmant und lustig. Der teils zweifelhafte Geschmack erzeugt halt etwas Reibung, aber dazu sind Top Listen ja da.
    • con: bisher nix. Gibt aber auch erst ein paar Folgen.
  • WTF with Marc Maron Podcast – Marc Maron interviewt je einen Menschen aus der Popkultur. (~1h/Ep.)
    • pro: Tolle Gäste, die man sonst selten antrifft (auch viele von seinen alten Freunden). Entwaffnende Fragen, mit denen man viel über die Interviewte Person erfährt.
    • con: In letzter Zeit zu viele große Schauspieler für meinen Geschmack. Und natürlich interessiert mich nicht jeder Gast. Zudem interessiert mich alles um das Interview herum überhaupt nicht (was bestimmt 20min/Ep. ausmacht.).
  • You Look Nice Today – Vier lustige Menschen machen Comedy. (30-60min/Ep.)
    • pro: verdammt komisch
    • con: Eigentlich zu Ende. (Die Hoffnung stirbt zu letzt.)
  • zwanzichfuffzehn – Ein Serienpodcast, der sich pro Folge 2-3 Serien als Schwerpunkt aussuchen und ausführlich darüber reden. (~2h/Ep.)
    • pro: Sympatisch und ab und zu sind sogar ein paar brauchbare Empfehlungen dabei. Ist ja schwierig noch positives von Serien zu hören, die man noch nicht kennt. Angenehm unregelmäßig seltener schedule.
    • con: Auch hier zieht sich ein recht zweifelhafter Geschmack durch die Reihen. Zu häufig werden guilty pleasures und sehr schmale Genreinteressen als second coming verkauft.

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