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The French Connection

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Ein Franzose will Drogen im Wert von $35 Mio. mit Hilfe eines französischen Schauspielers nach New York schmuggeln und das Polizistenduo aus Popeye (Gene Hackman) und Buddy Russo (Roy Scheider) wollen das verhindern.

Das war es schon an erzählerischer Tiefe (abgesehen von der männlichen Hauptfigur, von der wir zumindest ein wenig Hintergrund erfahren). Der Film ist eine einzige Verfolgungsjagd, die Schnitttechnisch und erzählerisch recht spannend und vor allem gut gemacht ist. Das hilft nur alles nicht, wenn ich mich nicht die Bohne für den Fall oder die Figuren interessiere.
Wir laufen als Zuschauer halt auch nur mit Popeye mit, wärend er Verdächtige beschattet und verfolgt. Wir wissen nicht so richtig warum er sein eigenes sowie das Leben hunterter New Yorker in seiner blinden Zielstrebigkeit riskiert, oder was an der ganzen Geschichte jetzt so verdammt spannend sein soll.

Versteht mich nicht falsch — ich brauche nicht den Weltuntergang oder Massenvernichtung als erzählerische Fallhöhe — aber ich möchte die Wichtigkeit in irgend einer Art und Weise spüren, Ermittlungsarbeit beobachten und interessante Figuren erleben. Nichts davon liefert mir dieser Film. Bloß Gewalt, Bewegung und Oberfläche.

Ich interessiere mich nicht für moderne flache Actionfilme und genauso wenig für alte — auch wenn sie zu Recht Klassiker sind. Sicherlich schwingt William Friedkin den Regiestab mit sicherer Hand und selbstverständlich ist die Verfolgungsjagd zwischen Auto und Zug aufwendig choreografiert und ein würdiger Eintrag in den Annalen der Filmgeschichte, doch lässt mich das alles ziemlich kalt. Zu viel Distanz liegt zwischen Leinwand und Zuschauer.

Am Ende ist The French Connection ein oberflächlicher Actionstreifen, mit einer guten Hauptfigur und einer ikonografischen Actionszene, die man einmal gesehen haben sollte. Das Problem ist, dass ich oberflächliche Actionfilme nicht mag. Keine modernen und auch keine klassischen und damit auch nicht diesen.

★★★✩✩

Die Annika hat den Film auch gerade im Rahmen ihrer Reise durch die letzten 100 Jahre Filmgeschichte gesehen. Was sie vor, während und nach dem Film dachte, lest ihr hier:
The French Connection (USA, 1971) Regie: William Friedkin | Die Filme, die ich rief

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