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Top 5 Filme - November 2013

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  1. Fucking Åmål (1998 – Lukas Moodysson) – Fucking Åmål ist ein herzzerreißendes Coming of Age Filmchen über junge Liebe, Verzweiflung, gesellschaftliche Akzeptanz und Peer Pressure. Der Film schlägt jede emotionale Note in Perfektion an, die weibliche Hauptrolle spielt die verzweifelt verliebte grandios und überhaupt ist der Film ziemlich perfekt.
    Fucking Åmål – hirnrekorder

  2. Lilja 4-ever (2002 – Lukas Moodysson) – Nach Fucking Åmål musste ich unbedingt noch einen Film von Lukas Moodysson schauen, ich frug herum und bekam Lilja 4-ever empfohlen und der Film wusste zu begeistern. Die sechzehnjährige Lilja wird von ihrer Mutter und dessen Partner verlassen und muss sich in der ehemalige Sowjetunion in Armut und Trostlosigkeit durchschlagen und einzig ein elfjähriger Nachbarsjunge bleibt ihr als sozialer Kontakt und seelischer Beistand.
    Als ich Lilja 4-ever sah fiel mir sofort Godards Vivre sa vie: Film en douze tableaux ein, wobei mir die emotionale Nähe und öde Düsternis in Moodyssons Film besser gefallen haben als die Distanz von Godard. Thematisch sehr ähnliche Filme, jedoch vollkommen unterschiedlich umgesetzt.

  3. Gravity (2013 – Alfonso Cuarón) – Mit visuellen Materialschlachten kann ich eigentlich nichts anfangen, aber Gravity schafft es — in 3D vor der größten Leinwand — ein derart spannendes und einnehmendes Erlebnis zu schaffen, das seinesgleichen sucht. Auf Plotlevel und Emotionalität bleibt der Film jedoch so leer wie der Weltraum, was ihn meiner Meinung nach auf dem heimischen Fernseher unschaubar machen wird. Also geht ins Kino, wenn ihr noch könnt. Es lohnt sich.
    Gravity – hirnrekorder

  4. Prisoners (2013 – Denis Villeneuve) – Tolle Bilder, tolle Stimmung, tolle Atmosphäre, tolle erste Stunde. Danach fällt der unterhaltsame Krimi leider aufgrund massiver Plotschwächen etwas auseinander und ist daher lange nicht so gut, wie er hätte sein können. Trotzdem sehenswert.

  5. Frances Ha (2012 – Noah Baumbach) – Wer die Serie Girls mag, sollte einen Blick riskieren. Frances Ha ist ein süßer kleiner Film über Freundschaft und eine tollpatschige Träumerin. Hat einen schönen Soundtrack und es werden ähnliche Probleme, wie in Girls behandelt, geht dabei aber selbstverständlich nicht so tief.

Enttäuschungen

  • The Wolverine (2013 – James Mangold) – Alles, was mit dem Actionkino der letzten Jahre nicht stimmt kann man hier komprimiert in den letzten 40 Minuten dieser Katastrophe eines Film sehen.

  • The Last Days on Mars (2013 – Ruairi Robinson) – Fürchterliches Casting und eine hanebüchene Prämisse machen Zombies on Mars zum dämlichsten und langweiligsten Film des vergangenen Monats.

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