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Top 5 Filme - Oktober 2013

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  1. The Shining (1980 – Stanley Kubrick) – Ein Film über den Wahnsinn, der sich visuell, schauspielerisch und regietechnisch meisterhaft manifestiert. Neben dem offensichtlich großartigen Jack Nicholson unterstützt das seltsame architektonische Layout und die noch seltsameren Figuren in den diversen Visionen die verstörende Stimmung des Films.
    Ich sah die amerikanische Fassung, die erheblich viel länger ist als die europäische und Hintergrundgeschichte sowie Charaktermotivationen auswalzt. Für mich hätte es all das nicht gebraucht und hat zu viel Tempo aus dem Film genommen. Es waren tatsächlich genau die Szenen, die zusätzlich zur europäischen Version enthalten waren, die mir vollkommen überflüssig erschienen. So würde ich in Zukunft in jedem Fall zur kürzeren Fassung greifen und diese auch jedem anderen empfehlen.

  2. Oh Boy (2012 – Jan Ole Gerster) – Oh Boy ist neben der gut erzählten Geschichte über den jungen Niko Fischer (Tom Schilling), der einen sagen wir außergewöhnlichen Tag erlebt, vor allem eine authentische Ode an die Stadt Berlin. Insgesamt erfrischend anders in Bezug auf Komik, zwischenmenschlichen Konflikt und Nachdenklichkeit.
    Gefiel mir persönlich besser als Wings of Desire, der mir über die gesamte Laufzeit doch zu prätentiös war.
    Zudem ist mir Oh Boy besonders nah, weil der Niko seine Bude genau gegenüber meiner hat und sich “sein Berlin” stark mit “meinem Berlin” überschneidet.

  3. Jacob’s Ladder (1990 – Adrian Lyne) – Ein stark geschriebener und gespielter Film mit perfekter Darstellung von paranoider Schizophrenie. Auch wenn es 1990 noch nicht die Regel war solche Filmauflösungen zu benutzen, so erwartete ich das tatsächlich eingetretene bereits nach 5 Minuten. Das schwächt den Film jedoch nicht im geringsten, auch wenn er mich insgesamt nicht so sehr packte, wie ich mir das wünschte.

  4. White House Down (2013 – Roland Emmerich) – Mit diesem Film hatte ich den größten Spaß bisher in diesem Jahr, wenn ich mich auf Blockbuster-Action-Kino beschränke. Von vorne bis hinten der unterhaltsamste, temporeichste und bescheuertste Blockbuster in diesem Jahr. White House Down strotzt vor bescheuerten Ideen, wahnsinnigen Sequenzen, schlechten Effekten und einer gehörigen Portion Spaß. Besser als der ganze Superhelden Müll in diesem Jahr und ja, auch besser als Pacific Rim.
    Wie gut doch Filme funktionieren, die sich selbst nicht so ernst nehmen, und das was sie tun, konsequent durchziehen.

  5. The Way Way Back (2013 – Nat Fraxon, Jim Rash) – Eine hübsch leichte Coming of Age Geschichte, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Der starke Supporting Cast etabliert eine glaubhafte Familiendynamik, in der sich diese einfache und unaufgeregte Geschichte sehr bequem abspielen kann.

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