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Top 5 Filme - September 2013

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  1. The Kings of the Summer (2013 – Jordan Vogt-Roberts) – Drei Jungs, deren Elternhaus ihnen schwer auf die Nerven geht, reißen zu Beginn ihrer Sommerferien von zu Hause aus und bauen tief im Wald ihr eigenes Haus, erleben viele Abenteuer, werden mit der ersten großen Liebe und Herzschmerz konfrontiert und entdecken sich so selbst.
    Die drei Jungs sind toll, die 8-bittige Musik auch, die Bilder ebenso und für mich funktionierten sogar die Montagen. Einziges Problem dieses Filmes ist, dass es dieses Jahr schon einen anderen gab, der eine sehr ähnliche Thematik in sehr ähnlichem Setting behandelte, sich dort aber sowohl Charaktermotivation und Figuren echter anfühlten und der Film selbst schön roh und kantig war. Die Rede ist von Mud.
    Da kann aber The Kings of the Summer nichts für und ist so für sich eine unbedingte Empfehlung für jeden, der etwas mit dem coming-of-age-Genre anfangen kann.

  2. Submarine (2010 – Richard Ayoade) – Submarine erzählt die etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Oliver Tate (Craig Roberts) und Jordana (Yasmin Paige), die beide ziemliche Träumer sind und in der Schule zu den unbeliebteren gehören.
    Richard Ayoade (IT Crowd) inszeniert hier einen wundervollen coming-of-age-Film, der die Perspektive eines Erwachsenen einnimmt, der auf seine Jugend zurück blickt und so eine etwas idealisierte und Lückenhafte Geschichte seiner selbst erzählt.

  3. Ain’t them Bodies Saints (2013 – David Lowery)Rooney Mara und Casey Affleck in den Rollen von Ruth und Bob lieben sich abgöttisch, haben ein gemeinsames Kind auf dem Weg und begehen gemeinsam eine schwere Straftat, von der Bob die alleinige Schuld auf sich nimmt und so eingesperrt wird, während seine Partnerin frei bleibt.
    Im Laufe des Films bricht Bob aus dem Gefängnis aus, um erstmalig seine Tochter zu sehen und die Familie zu vereinen.
    Langsam und bedächtig, mit tollen Bildern und einer fantastischen Stimmung fängt Lowery die texanischen Einöde und den moralischen Konflikt von Ruth ein (die ganz hervorragend von Rooney Mara gespielt wird).
    Hat man Lust auf einen hübsch fotografierten Film, der fast nur von seiner Stimmung lebt, sollte man sich diesen ansehen.

  4. The King of Comedy (1982 – Martin Scorsese) – Der aufstrebende Comedian Rupert Pupkin (Robert De Niro) möchte schnell ganz nach oben in den Comedy-Olymp aufsteigen und stalkt dazu sein Idol, einen Late Night Talk Show Host (Jerry Lewis).
    The King of Comedy ist ein trockener, schmerzhafter und unbequem zu schauender Film, der die Grenzen zwischen Realität und verrückter Phantasie verschwimmen lässt. Die schauspielerischen Leistungen sind ganz famos und alleine, weil Scorsese hier mal etwas ganz anderes macht als sonst, sollte man den Film gesehen haben.

  5. The East (2013 – Zal Batmanglij) – Die verdeckte Ermittlerin einer privaten Überwachungsfirma (Brit Marling) soll eine anarchistische Umweltaktivistengruppe infiltrieren und sieht ihren eigenen Weltansichten dabei zu, wie sich diese langsam verändern, während sie von dieser Gruppe indoktriniert wird.
    Brit Marling ist wie immer toll, die geschaffene Atmsphäre und Teile des Plots auch. Der letzte Akt fällt aber derart auseinander und schlägt einen so absurden Weg ein, dass es schon fast beleidigend ist.

Enttäuschungen

  • Kick-Ass 2 (2013 – Jeff Wadlow) – Wo Teil eins noch streckenweise — nicht zuletzt wegen seiner Novalität — zu unterhalten wusste, gibt es an diesem Film nicht, aber auch gar nichts gutes zu finden. Ein ganz abscheulicher Film, der tatsächlich auf keiner Ebene funktioniert.

  • The Worlds End (2013 – Edgar Wright) – Die zum x-tem Male wieder aufgewärmte Geschichte des abgehalfterten Mannes, der seine beste Zeit in seiner Jugend hatte und sich krampfhaft daran festhalten will, ist der bisher uninteressanteste, Film des Jahres. Berührte mich nicht emotional, brachte mich nicht einmal zum Lachen und den Sci-Fi-Action Kram habe ich gehasst. Eine Fehlleistung auf ganzer Linie.

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