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Top 5 Filme - Juni 2013

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Diesen Monat ist die Auswahl nicht besonders groß, weil meine Serienlust wieder größer ist. Ein paar kamen aber doch zusammen.

  1. Le samouraï (1967 – Jean-Pierre Melville) – Ein verdammt cleverer Film über einen französischen Auftragskiller, für den plötzlich alles schief läuft.
    Der Film nimmt den Zuschauer nicht an die Hand, streut aber gerade genügend Hinweise in die Szenen, dass man genau dahinter kommen kann, was passiert.
    Wo mich sein Kollege Jean-Luc Godard mit seiner emotionalen Kälte bisher sehr kalt ließ, funktionierte Der eiskalte Engel für mich sehr gut.

  2. Before Sunrise (1995 – Richard Linklater) – Selten erreichen Filme genau das, was sie versuchen, aber hier würde ich sagen, dass es klappt. Man kann den beiden (Delpy, Hawke) dabei zusehen, wie sie sich ineinander verlieben und das funktioniert nur, weil die beiden so eine hervorragende Chemie miteinander haben.

  3. Stoker (2013 – Chan-wook Park) – Das Hollywood-Debut des Regisseurs spaltet die Gemüter. Und das vollkommen zurecht. Stoker ist ungemütlich, brutal, erotisch, voll toller Bilder und gänsehauterzeugendem Sounddesign. Stoker ist nur Stimmung. Die Geschichte ist ziemlich egal und flach, aber wer sich von diesem Film einsaugen lassen kann und möchte, wird schön schaurige 100 Minuten erleben.

  4. Before Sunset (2004 – Richard Linklater) – Dieser leider zu kurze Film (80 Minuten) braucht viel zu lange, um in die Gänge zu kommen. Aber dann entwickelt sich auch hier wieder der Zauber zwischen den beiden Protagonisten, den wir kennen und erwarten. Beide sind erwachsener, reifer, ernster, abgeklärter und so ist auch der Film. Kurz und knackig erzählt er uns diese Zwischenetappe, in der es zwischen Beiden ernst zu werden scheint.

  5. Spring Breakers (2012 – Harmony Korine) – Eigentlich müsste mir dieser Genremix aus Coming of Age und Female Empowerment von den Füßen fegen, dabei ging die Genialität, die viele in Spring Breakers gesehen haben, ziemlich an mir vorbei. Trotzdem sei der Film empfohlen, denn er ist toll gemacht, hat einige sehr ikonische Szenen, die auch in 10 Jahren noch ein Begriff sein werden und jeder wird wohl etwas anderes für sich aus dem Film ziehen können.

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