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Top 5 Filme - Mai 2013

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Ich bin seit Ende letzten Jahres auf einem gehörigen Filmtrip. Normalerweise schaue ich zwischen 50 und 70 Filmen pro Jahr, weil ich eigentlich lieber meine Serien schaue. Von Dezember bis Januar schaue ich die guten Filme des vergangenen Jahres nach, die ich verpasste, oder sonst nicht auf dem Schirm hatte (und mir durch diverse Jahresendlisten vor die Nase kommen). Nach diesen zwei filmzentrischen Monaten widme ich mich dann wieder anderen Dingen. Aber dieses mal begann ich im Anschluss dessen einiges aus dem Film Noir aufzuarbeiten, rutschte dann in die IMDB Top 250 und durch den March Movie Madness immer tiefer in die Filmgeschichte ab, was dazu führte, dass ich bereits über 80 Filme in diesem Jahr gesehen habe, was mein bisheriges Jahrespensum weit übersteigt.

Sollte dieses Pensum halbwegs anhalten kommt in jedem Fall zu viel zusammen, um über jeden einzelnen Film zu schreiben, aber an den Highlights möchte ich euch dennoch teilhaben lassen. Deshalb veröffentliche ich hier nun monatlich meine Top 5 des vergangenen Monats.

  1. Mulholland Drive (2001 – David Lynch) – Als diese Murder-Mystery in die Kinos kam, war es wohl erst mein zweiter Lynch und ich wusste nicht so richtig, was mich erwartet, weshalb ich wohl nur die Hälfte dieses Puzzles verstand. Schon damals begeisterte mich Musik und Stimmung des Films, wenn ich auch nicht ganz folgen konnte.
    Bei der Zweitsichtung in diesem Monat, zog ich vorher die vagen Hinweise Lynchs zu rate und schaute mit offenen Ohren und Augen dieses Meisterwerk. Zur Mitte des Films wird dessen Struktur und Plot auf einmal glasklar und ich kann nicht anders, als vor diesem brillanten Thriller — in dem nebenbei noch eine gehörige Portion Hollywoodkritik versteckt ist — meinen Hut zu ziehen.

  2. Dog Day Afternoon (1975 – Sidney Lumet) – Im Rahmen des 7. Social Viewing sah ich zum ersten Mal seit 10 Jahren den Film, in dem Al Pacino ziemlich verpeilt eine Bank überfällt und dabei einen unheimlichen Medienzirkus veranstaltet.

  3. Upstream Color (2013 – Shane Carruth) – Mit Primer verdrehte Carruth vor ein paar Jahren die Köpfe und Hirnwindungen vieler und sein Nachfolger steht seinem Zeitreisefilm in nichts nach. Ein wunderschöner, toll gemachter Film über den man eine Menge nachdenken kann.

  4. Broken Circle Breakdown (2012 – Felix Van Groeningen) – Die Liebesgeschichte zweier belgischer Bluegrassmusiker, dessen Beziehung durch die Krankheit ihrer Tochter auf die Probe gestellt wurde lebt von fantastischer Musik, der perfekten Chemie der beiden Hauptdarsteller, intimen Momenten und wenigen, sehr traurigen Szenen.

  5. Blade Runner (1982 – Ridley Scott) – Blade Runner zählte ich einmal zu meinen absoluten Lieblingsfilmen, was ich nach dieser Sichtung etwas relativieren muss. Die Inszenierung ist toll, die Geschichte spannend und der Film gut gealtert, aber diese Showdowns aus den 80ern altern einfach nicht besonders gut.

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