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Family Tree - Maron - Veep

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Es sind ein paar neue Comedies gestartet bzw. kürzlich zurückgekehrt. Ich möchte einen kurzen Blick auf Family Tree, Maron und Veep werfen.

Family Tree

Gerade ist auf HBO die neue Christopher Guest (This is Spinal Tap, The Princess Bride) doc-style Comedy gestartet.
Worum es genau gehen wird ist noch recht unklar. Sicher jedoch ist, dass Chris O’Dowd (IT-Crowd), Nina Conti und Michael McKean eine britische Familie bilden. Im Piloten kommen die drei wegen eines Todes in der Familie zusammen, ein wenig Sacherbe wird aufgeteilt, O’Dowds Figur versucht die Geschichte eines dieser historischen Stücke aufzuklären and hilarity insues. — Leider nicht.

Positiv ist, dass Family Tree angenehm unaufgeregt ist und mit einer Bauchrednerin, die das auch in der Show tut, ziemlich gut besetzt ist. Aber ich brauch nicht noch eine doc-style Comedy und mit dem Humor kann ich auch nicht wirklich etwas anfangen. Das ist aber sicher Geschmacksache und wer auf Christopher Guest abfährt sollte sich das wenigstens mal ansehen. I’m just not a Christopher Guest kinda guy.

★★✩✩✩

Maron

Mark Maron ist Comedian und hat einen wahnsinnig erfolgreichen Podcast, den er mit einem Gast in seiner Garage aufnimmt. Darin erzählt er einen tragikomischen Schwank aus seinem Leben und lässt ansonsten seinen Gast aus ihrem erzählen.

Seine gleichnamige Serie und dessen Konzept lässt sich wohl am einfachsten mit Louie vergleichen, auch wenn das vielleicht manchmal etwas unfair sein mag. Mark Maron spielt hier eine Version von sich selbst und nimmt den aktuellen Gast aus seinem Podcast als Aufhänger für eine kleine Geschichte. Seine Figur ist traurig, zurückgezogen, manchmal aggressiv und fühlt sich unverstanden und entsprechend voraussehbar sind seine Geschichten.

Bisher reißt mich das alles nicht sonderlich vom Hocker. Mark ist kein guter Schauspieler, nicht sonderlich originell und bisher fühlt sich das alles noch sehr gezwungen an. In der aktuellen Episode will er ein unter seinem Haus liegende, totes Opossum entsorgen, merkt aber, dass er nicht Mann genug dafür ist.

Woran fühlt ihr euch erinnert? Nun kann man das alles total doof finden, weil er neben Louie auch Braking Bad gnadenlos kopiert, man kann sich aber auch über diese Hommage freuen. Ich bin mir persönlich noch nicht so sicher, wie ich das alles finde, Episode 2 war wenigstens schon solider als der Pilot. Dranbleiben.

★★★✩✩

Veep

Armando Ianucci ist ja bekannt für seine fantastische britische Serie The Thick of It, die leider kürzlich zu Ende gegangen ist. Mit Veep bringt er dieses Konzept nach Amerika und übersetzt es von einem kleineren Ministerium im britischen Government in das Weiße Haus, in dem wir Vizepräsidentin Selena Williams und ihren Stab bei ihren wöchentlichen Stürzen in diverse Fettnäpfe begleiten.

Die erste Staffel war ganz nett und ich blieb im Wesentlichen dabei, weil ich Ianuccis Humor so gerne mag und lieber einen mittelmäßigen Ianucci Fix als gar keinen. Die Show krankte aber von Anfang an an einem großen Problem, das The Thick of It nicht hatte. Alle Figuren sind unglaublich dumm und es gibt keine Rechtfertigung dafür, wie es auch nur einer von ihnen in das Weiße Haus geschafft hat. Dadurch fehlt die Balance und die Witze sind und bleiben eindimensional.

Ich hatte gehofft, das Staffel 2 es schafft einige Kurskorrekturen vorzunehmen, aber davon war in den ersten beiden Folgen nichts zu sehen, weshalb ich beschloss die Serie aufzugeben. Ich habe mit S02E05 noch eine weitere Stichprobe genommen und bin nicht überzeugt. Es bleibt zu flach und niemand hat irgendeine Kompetenz. Das brauche ich nicht.

★★✩✩✩

Keine überzeugende Comedy also dabei. Wenigstens kommt Arrested Development zurück. Bis dahin schaue ich Cheers.

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