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True Romance

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Gerade versammelten wir uns wieder in lauschiger Runde auf Twitter, um im Rahmen des Social Viewings gemeinsam True Romance zu schauen. Ausgangspunkt für den Vorschlag war der zu dem Zeitpunkt frisch verstorbene Tony Scott und blühende Jugenderinnerungen an Quentin Tarantinos Drehbuch. Nun ist der Film gerade vorbei und ich muss sagen, dass ich ziemlich enttäuscht bin.

True Romance

Plot

Clarence (Christian Slater) heiratet nach einem leidenschaftlichen Tag überstürzt das Call Girl Alabama (Patricia Arquette), die er bei ihrem Zuhälter auslösen möchte und nach einem Gerangel an einen Koffer voll unverschnittenes Kokain kommt. Beide flüchten und versuchen den Stoff zu verhökern, um sich ein hübsches Leben zu machen.

Kritik

Eines muss man dem Film echt lassen. Was sich hier für ein Staraufgebot versammelt, ist der blanke Wahnsinn, auch wenn einige der Darsteller zu dem Zeitpunkt noch recht unbekannt waren.

Man erkennt auch schon sehr deutlich Tarantinos Handschrift, wenn man an Burgermonologe und die typischen Stand-Offs denkt. Technisch ist — auch wenn sich Tony Scott visuell sehr zurück hält — jedoch einiges auszusetzen. Hans Zimmers Soundtrack ist vollkommen deplatziert, der Film weitestgehend visuell uninspiriert und sieht aus (wenn ich den Kommentar von @thetruemilhouse klauen darf) wie der Sat1 Film der Woche. Neben wirklich tollen und passend besetzten Schauspielern bleiben leider nur ein paar ikonographische Setpieces, die für sich genommen super sind, aber in Summe keinen überzeugenden Film ergeben.

Wegen James Gandolfini, der unter anderem wegen seiner Rolle im vorliegenden Film als Tony Soprano gecastet wurde, einem unterhaltsamen Gary Oldman, der angesprochenen Setpieces und nicht zuletzt der sehr charmanten Runde, in der ich den Film sah, wurde ich dennoch gut unterhalten.

★★★✩✩

Trailer

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