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Die Süddeutsche Zeitung über Manfred Spitzer

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In dieser Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung nehmen sich zwei Autoren über eine volle Seite Zeit, den Bestseller “Digitale Demenz” von Manfred Spitzer zu zerlegen. Da dies bisher in keinem seiner TV Auftritte gelang, bin ich darüber ja recht dankbar. So kann man wenigstens jedem, der auch nur im Geringsten darauf anspringt, diese Artikel in die Hand drücken.

Der erste der beiden Texte aus der SZ ist nun seit ein paar Minuten Online und sehr lesenswert.

Nichts von alledem diskutiert Spitzer. Er bleibt einseitig und schreibt nicht wissenschaftlich, sondern montiert populistisch zusammen, was nicht zusammenpasst. Dass er sich als Hirnforscher bezeichnet, ist angesichts seiner in der vergangenen Dekade fast nur populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen fast so gewagt, als würde sich Michael Schumacher als Maschinenbauingenieur bezeichnen.

Nach der Schmähung des Navis folgt ansatzlos ein Kapitel über Demenz. Welche Kapriolen seine Logik hier geschlagen hat, wird Spitzes Geheimnis bleiben, ebenso wie bei der atemraubenden Beweisführung, dass es sein Schlagwort von der “Digitalen Demenz” schon deshalb geben müsse, weil man bei Google mehr als 50.000 Einträge dazu findet. Bei dem Begriff “Grüne Giraffe” sind es fast zehnmal so viel.

Bestseller “Digitale Demenz” von Manfred Spitzer – Krude Theorien, populistisch montiert – Digital – sueddeutsche.de

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