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Trollhunter

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Es dürfte dem geneigten Leser mittlerweile klar sein, dass ich mit dem Found Footage Film nicht viel anfangen kann. Meist steht dieses Gimmick dem Film dermaßen im Weg, dass er ihn fast kaputt macht. Ständig muss erklärt werden, warum gerade eine Kamera läuft und wirklich hinzufügen tut es dem Film auch nichts. Trollhunter ist da anders.

Trollhunter

Plot

Drei Studenten sind mit ihrer Kamera in Norwegen unterwegs um eine Dokumentation über eine ungeklärte Serie von Bärentötungen zu drehen und stoßen dabei auf einen Mann, wen sie für einen Wilderer halten. Diesen verfolgen sie und versuchen ihn zu einem Interview zu bewegen.

Eines Nachts folgen sie ihm tief in einen Wald und sehen unerklärliche Dinge. Wie sich herausstellt ist dieser Mann, den sie verfolgen ein waschechter Trolljäger. Für den Rest des Films begleiten sie ihn bei seiner Arbeit.

Kritik

Trollhunter ist ein wahninnig einfallsreicher kleiner Abenteuerfilm verpackt in einer Foe Documentary, die die komplette Trollmythologie heranzieht und in diesem Film als wahr annimmt. So gibt es also Trolle verschiedenster Gattung und Größe und wirft beispielsweise die Frage auf, ob man einen Troll mit einer UV-Lampe zur Versteinerung bringen kann, da man ja weiß, dass dies im Sonnenlicht passiert.

Trollhunter schafft den nicht leichten Balanceakt, diese eigentlich ziemlich bescheuerte Prämisse so ernst auszuspielen, dass zumindest ich nie in der Situation war, diesen Film nicht ernst nehmen zu können.

Am Ende ist dieser Film ein schönes Beispiel dafür, was man für tolle Filme mit kleinem Budget und der Found Footage Ästhetik fabrizieren kann, ohne dieser dabei zum Opfer zu fallen, wie die meisten anderen Vertreter. Ich bin ab jetzt jedenfalls Trollfan.

★★★✩✩

Trailer

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