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Justified

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Oft wurde mir Justified ans Herz gelegt und lange brauchte ich, um wirklich in diese Serie reinzukommen. Am meisten stand mir der prozedurale Anteil im Weg. Fast die ganze erste Staffel besteht nur aus case of the week Episoden und die halten mich bekanntlich nicht bei der Stange. So kam es, dass ich für die erste Staffel fast ein halbes Jahr brauchte, in dem ich einige Episoden erneut schaute, weil ich fast vosständig vergaß, was passierte. Die letzten 4-5 Folgen von S01 haben mich dann aber so gefesselt, dass ich die restlichen 30 Episoden in etwa 2 Wochen schaute.

Justified

Plot

Raylan Givens (Timothy Olyphant) ist Deputy US Marshall in Kentucky, der in seiner Heimatstadt und dessen Umland für Recht und Ordnung sorgt. Integrale Bestandteile sind Figuren aus seiner Vergangenheit und sein Vater, die eine kriminelle Laufbahn eingeschlagen haben und mit Raub, Schutzgelderpressung und Drogenhandel ihr Auskommen verdienen.
Diese Aspekte begleiten uns durch die ganze Serie und werden mit Raylans Tagesgeschäft im Marshalloffice angereichert.

Wo Staffel eins im Wesentlichen aus dem Fall der Woche besteht, haben wir in den folgenden Staffeln einen Big Bad, der zur Strecke gebracht werden soll.

Kritik

Justified ist ein moderner Western, der hauptsächlich außerhalb größerer Zivilisation spielt. Alles ist staubig, zum Frühstück schenkt man sich einen Wild Turkey ein, jeder trägt einen Revolver am Gürtel und Raylan mimt den Lone Gunman, der im grauen Bereich des Gesetzes agiert, um effiektiv seine Gegenspieler zur Strecke zu bringen.

Die Serie ist ausnahmslos fantastisch besetzt — wenn man den Olyphant mag — und seine Gegenspieler bitterböse und ungeheuer charismatische Schergen, die unter die Haut gehen. Besonders erwähnen möchte ich Walton Goggins (The Shield), der den rechtsextremen und machthungrigen Jugendfreund Raylans (Boyd) spielt und Margo Martindale (Dead Man Walking), die die bitterböse Matriarchin eines großen Drogenklans, Mags Bennett, mimt.

Zudem ist Justified toll anzusehen, voller Spannung und für mich, der prozedurales Drama nicht mag, die perfekte Mischung aus Einzelepisoden und großem Storyarc (wenn es schon Einzelepisoden sein müssen).

Wer also Westernästhetik und dessen Tropes mag und neben den immergleichen Cop Shows with a twist mal etwas Abwechslung braucht, sollte sich Justified unbeding ansehen und ein wenig Durchhaltevermögen bis zu Beginn der zweiten Staffel haben. Wen Mags Bennett nicht aus den Socken haut, braucht dann auch nicht weiterzuschauen, denn besser wird’s nicht.

★★★★✩
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Trailer

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