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Black

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Ich kann mit der ganzen indischen Bollywoodästhetik nichts anfangen und gehe dieser daher aus dem Weg. Nun wurde mir letztens Black, mit der ausdrücklichen Bemerkung kein Bollywood zu sein, empfohlen.

black

Plot

Ein kleines indisches Mädchen aus wohlhabenden Elternhaus wird nach einer Krankheit im Kleinkindalter blind und taub. Ihre Eltern sind mit dieser Situation komplett überfordert, sind nicht in der Lage ihr Dinge beizubringen bzw. Grenzen aufzuzeigen. Als letzten Ausweg, bevor ihr Vater sie in eine Anstalt einweisen will, stellen sie einen Lehrer an, der mit Kindern dieser Behinderung Erfahrung hat. Er schafft es zu ihr durchzudringen, begleitet sie ihr halbes Leben lang und dolmetscht dabei alles, was um sie herum passiert — ist ihre Augen, ihre Ohren.

Kritik

Das zentrale Thema des Filmes ist die Schwärze, die eine solche Behinderung bedeuten kann, wenn man nicht lernt mit dieser umzugehen. Zu riechen, zu fühlen und zu schmecken, Gegenständen einen Namen zu geben und den Namen eine Bedeutung, sind Möglichkeiten diese Schwärze mit Licht zu füllen.

Dabei steht die innere Schwärze der Protagiistin in einem wundervollen Kontrast zur bunten, kitschigen und überladenen Inszenierung von Sanjay Leela Bhansali, die hier für mich absolut funktioniert.

Die eigentliche Story, die beginnt, nachdem Schülerin und Lehrer eine Verbindung gefunden haben, möchte ich hier nicht spoiler, bin auch ich vollkommen blind (no pun intended) gegangen und wurde entsprechend umgehauen. Es sei nur so viel gesagt. Das letzte Drittel des Films hat mir dauerhaft Tränen in die Augen getrieben. Ein wirklich schöner und trauriger Film voller pointiertem Pathos.
Unbedingte Empfehlung!

★★★★★

Trailer

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