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The Raid: Redemption

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Raid Redemption

Plot

Ein Sondereinsatzkommando stürmt ein Hochhaus, in dem sich der Gangsterboss der Stadt niedergelassen hat und die Kugeln und Fäuste fliegen…

Kritik

The Raid: Redemption ist Martial Art Genrekino vom Feinsten. Der schmale Plot hält den Film ausreichend gut zusammen und steht ihm vor allem nicht im Weg wie in Haywire.

Der Film beginnt langsam, bedrückend und vorsichtig, als der Trupp in das Gebäude einbricht und versucht so lange, wie irgend möglich unentdeckt zu bleiben, steigert sich im ersten Drittel über an John Woo angelehntes Gun fu mit einer Menge toll in Szene gesetzter Ballerei und gipfelt in einem fulminanten Martial Arts Film, der seines gleichen sucht.

Bevor nicht klar ist, um welche Ausprägung der Martial Arts es sich handelt, sei gesagt, es hat nichts mit den drolligen Kampfchoreografien von Jackie Chan zu tun. Dieser Film ist brutal, aggressiv, auf 11 gedreht (mit kleinen Verschnaufpausen) und wahnsinnig einfallsreich.

Besonders beeindruckt war ich davon, dass es dem Film gelang, auf ein langes Setup und Charaktereinführung zu Beginn des Filmes zu verzichten, sondern uns während der Achterbahnfahrt, die The Raid ist, mit den nötigen Details, Motivationen und dramatischen Momenten zu versorgen. Diese wurden pointiert und an den richtigen Stellen gestreut, um dem Zuschauer die nötige Erholung zu erlauben, denn sonst wäre der Film auf Dauer wohl unerträglich geworden.
Diese Struktur macht diesen Verteter des Genres so erfrischend, da man sich sonst, wie in einem Pornofilm fühlt. Uninteressant aufbereitetes Setup der Geschichte und Figuren, um zu einer 20 minütigen Actionszene zu kommen, die den Höhepunkt des Filmes darstellt. Nicht so hier.

Eine besondere Erwähnung verdient der Einfallsreichtum, der hier präsent ist. Die schiere Verzweiflung, mit der die Cops versuchen der Lage Herr zu werden, bzw. scheinbar ausweglosen Situationen zu entrinnen führt zu so tollen, ganz praktischen Ideen, die ich in einem solchen Film nicht erwartet habe. So ist The Raid: Redemption in der Lage, der Ermüdung, die 60 Minuten noch so spektakuläre Prügelei mit sich bringen, zu umgehen und mich vor Begeisterung jauchzen lassen, wenn ich wieder eine total wahnsinnige Szene sehe, die ich so noch nie erleben durfte.

In den Grenzen seines Genres ein absolutes Highlight, der unbedingt gesehen werden sollte.

★★★✩✩

Trailer

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