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The Killing - Der Auftakt Zur Zweiten Staffel

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Wer sich vielleicht erinnert, ich war kein besonders großer Fan der ersten Staffel von The Killing. Begann sie doch sehr stark, sowohl erzählerisch, als auch visuell, ließ sie nach der dritten Folge extrem nach. Die Autoren verzettelten sich in uninteressanten politischen Machspielchen, der belanglosen Beziehung unserer Hauptfigur zu ihrem Verlobten und einem fucking Terrorsubplot of all things.

(Details können gerne hier in meinem Rückblick auf die komplette erste Staffel nachgelesen werden.)

TheKilling

Das größte Problem, neben Veena Suds Arroganz, war für mich das Ende der Ersten Staffel, welches die große Schwäche der Serie einerseits und und das der amerikanischen Fernsehlandschaft andererseits zeigt. Sie können kaum gute Geschichten straff zu Ende erzählen. Nein, die Kuh muss gemolken werden, bis auch der allerletzte Zuschauer wegen einer schwachen und verworrenen Geschichte abschaltet und sicherlich niemandem empfehlen wird, das DVD Set zu erstehen. Solche Serien haben einfach kein langes Leben. Nehmt eine Serie wie Rubicon oder The Wire. Das sind abgeschlossene Storys, bei denen nichts in die Länge gezogen wird. Hier kann man jedem eine Staffel in die Hand drücken und er wird am Ende glücklich sein.

Der Untertitel von The Killing lautet “Who killed Rosie Larsen?” und genau eine Antwort auf diese Frage erwarten wir uns am Ende der ersten Staffel. Zumindest geht es mir so. Aber was bekommen wir? Einen miesen Cliffhanger, einen scheinbar korrupten zweiten Hauptdarsteller, dessen Zwielichtigkeit vom Himmel fällt — man hätte doch genügend Zeit gehabt, das nebenbei zu entwickeln — und eine Hauptfigur, die sich noch immer zu Höherem berufen fühlt und schwer dramatisch aus dem startenden Flugzeug eilt.

Und die zweite Staffel?

Die zweite Staffel fängt genauso an, wie der erste aufgehört hat. Scheiße!
Nicht nur, dass wir den Mörder von Rosie immer noch nicht kennen und Veena Sud sich eben nicht dazu entschlossen hat einfach einen zweiten spannenden Mordfall zu erzählen — NEIN — der Fall um den Mord eines kleinen unschuldigen Schulmädchens wird zu einer riesigen Verschwörungsgeschichte aufgeblasen, in den Politiker und hohe Polizeifunktionäre verwickelt sind. Klar, wo will man auch sonst hin mit so einer Geschichte?

Tut mir leid. Das ist so forciert und berechnend, dass ich keinerlei Lust habe diesen Unfall eines Skripts weiter zu verfolgen. Was ist bitte so schwer daran, eine Geschichte in 13 Episoden zu Ende zu erzählen? Ist ja nicht so, dass sich das gut aufgebaute Setting in Seattle um den wirklich guten Cast nicht eignen würde, um dort andere Geschichten zu erzählen. Naja.

Sehr süß ist, wie Veena Sud versucht einen auf David Simon zu machen. Und das, nachdem sie sich letztes Jahr mit Vince Gilligan und Matthew Weiner verglichen hat und eine schlechte Kopie von Twin Peaks auf die Bildschirme bringt. Ich glaube, die Frau ist größenwahnsinnig.

Vergleiche:

Naja. Musste ich dran denken und fands ganz lustig.

Ich bin jedenfalls endgültig raus. Das enorme Potential des Settings sind hier einfach verschenkt.

★★✩✩✩

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