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Scandal - Pilot

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Der neue Pilot der Grey’s Anatomy Schafferin Shonda Rhimes dreht sich um eine Gruppe von hauptsächlich Anwälten, die in der Firma von Olivia Pope für Krisenmanagement arbeiten. Olivia Pope war vorher communications director im Weißen Haus und hat entsprechende Verbindungen zur Elite des Landes. Entsprechend sieht ihre Kundschaft aus. Das sechsköpfige Team hat also jede Woche einen neuen Kunden, dessen Geheimnisse es gilt geheim zu halten oder deren Probleme verschwinden zu lassen.

Scandal

Scandal versucht stark den Stil von The West Wing zu reproduzieren. Das sieht dann so aus, dass viel umhergelaufen wird und sich gegenseitig schnelle Dialoge um die Ohren gehauen werden. Nur haben die Dialoge keine Sorkinbrillianz, erinnern aber stark an die frühen Staffeln Grey’s Anatomy, was keineswegs schlecht ist. Insgesamt erinnert die Optik, das Soundbett und der Aufbau der Serie sehr an den einzigen wirklich großen Erfolg von Shonda Rhimes und das funktioniert in der Paarung mit politischem Thrill sogar ziemlich gut.

Problematisch finde ich bisher, dass die Mitarbeiter angeblich brilliante Leute sind, aber so richtig bei ihrer Arbeit zusehen tut man ihnen nicht. Im Piloten sind bloß Vignetten der einzelnen Einsätze zu sehen, was ich zu wenig finde. Der Zuschauer scheint noch sehr mit Samthandschuhen angefasst zu werden, so wird doch einiges dafür getan, ihn nicht zu überfordern. Das ist für den Piloten aber auch nicht schlimm, scheint doch der Kern der Serie zu stimmen und solide zu sein. Scandal ist stylisch, schnell und leicht zu verdauen. Die Figuren scheinen sympatisch genug zu sein, dass man ihnen gerne bei der Arbeit zuschaut und Zeit mit ihnen verbringen möchte und sollte die Serie bald die Hand des Publikums loslassen, könnten das spaßige sieben Folgen werden. Potential ist jedenfalls vorhanden.

★★★✩✩

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