<

hirnrekorder

film - fernsehen - musik - zeug

Media Monday #42

| Comments

Media Monday 42

Hier meine dieswöchige Bearbeitung des Media Monday

  1. Der beste Film mit Stanley Tucci ist für mich Road to Perdition. Den habe ich zwar nicht mehr besonders gut in Erinnerung, aber den fand ich damals ziemlich gut.

  2. Ich kann mit ihm zwar überhaupt nichts anfangen, aber Roland Emmerich hat mit Independence Day seine beste Regiearbeit abgelegt, weil der mich von all seinen Filmen am wenigsten angewiedert hat. Das Kino, was der Herr veranstaltet ist sowas von gar nicht meines.

  3. Der beste Film mit Audrey Tautou ist für mich noch immer Die fabelhafte Welt der Amélie, den ich zwar seit seinem Erscheinen nicht mehr gesehen habe, mir aber mit seinem damaligen, sehr ungewöhnlichen, Spiel mit Bildern, noch immer positiv in Erinnerung geblieben ist. Die drei Nachfolgefilme sind aber auch mehr al einen Blick wert, da sie dort eine erfrischend andere Rolle spielt und aus ihrem zuckersüßen Mädchenimage ausbricht. .

  4. Wie findet ihr es, wenn bekannte Filmschauspieler plötzlich im Serienfach auftauchen und vor allem, wertet das diese Serien eurer Meinung nach auf oder hat das keinen Einfluss?
    Das kommt — wie immer — ganz auf den Fall an. In den meisten Fällen funktioniert das sehr gut, da sie erprobte Schauspieler sind und man sich keine Sorgen darum machen muss, ob sie die verlangten Charakterzüge auf den Schirm bringen können, wobei sich häufig der Kern der Serie dann um sie dreht, was sie oft vorhersehbarer macht. Meist spielen sie dann eine der Hauptrollen in ihrer Serie und das muss meiner Meinung nach nicht sein.

    Beispiele, bei denen das sehr gut funktioniert sind Glen Close und Forest Whitaker in The Shield, James Gandolfini in The Sopranos, Tony Collette in United States of Tara, John Goodmen in Tremé und Community, Steve Buscemi in The Sopranos und Boardwalk Empire und als jüngstes Beispiel Dustin Hoffman in Luck.

    Überhaupt nicht mag ich es, wenn Filmschauspieler in einer der hoch gerateten Serien wie CSI, Law and Order, Friends und wie sie nicht alle heißen, für eine kleine Gastrolle dazukommen. Das zerstört meist die etablierte Dynamik der Serie.

    Ein weiterer negativer Aspekt sind die oft unfährerweise vergebenen Emmys an die Filmschauspieler, da diese fast immer bedacht werden und dadurch oft viel bessere Rollen übergangen werden

    Insgesamt hat das aber keinen besonderen Einfluss. Es macht die Serie nicht schlechter und es gibt ausreichend Serienschauspieler, die einen mindestens gleichguten Job hinlegen, wie ihre Kollegen von big screen. An allererster Stelle muss immer das Skript stehen, dann ändert der Filmschauspieler auch nicht wirklich etwas.

  5. Filme, bei denen in den letzten fünf bis zehn Minuten vor Schluss alles über den Haufen geworfen wird, was man zuvor gesehen hat sind unglaublich frustrierend für mich. Ich möchte durch eine gut gelegte Fährte immer einen halben Schritt weiter sein, als die Protagonisten, wenn mich ein Film dabei überraschen kann — um so besser. Aber einen krampfhaften Twist, um ein schockierendes Ende hinzulegen, kann im ersten Moment zwar ganz effektiv sein, ist aber enorm unbefriedigend, da am Ende vom Film — außer dem Twist — nichts übrig bleibt und so für einen zweiten Blick vollkommen uninteressant ist.

    Ich könnte an dieser Stelle zu einem kleinen Exkurs in die ganze Spoilerproblematik ausholen, möchte es aber bei einem kurzen Statement belassen. Wenn ein Spoiler dazu in der Lage ist die ganze Filmexperience zu zerstören, war es am Ende sowieso kein guter Film. Ein guter Film weiß auch auf dem Weg zur großen Enthüllung ausreichend zu überraschen und zu begeistern.

  6. Im Grunde ist Robert de Niro eine/r meiner liebsten Schauspieler/innen, aber fast alle Filme seit 2004 mit ihm waren wirklich enttäuschend, denn sowohl er, als auch die entsprechenden Filme waren einfach nur langweiliges Mittelmaß.

  7. Mein zuletzt gesehener Film war Blue Valentine und der war ziemlich gut, weil es ihm gelang die Kurzlebigkeit einer überhasteten Ehe (wegen Liebe auf den ersten Blick und ungewolltem Kind) einzufangen. Sowohl schauspielerisch (Michelle Williams, Ryan Gosling), als auch technisch war dieser kleine Indiefilm hervorragend umgesetzt.

Comments