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Alien #50in50

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Interessant wie sehr manche Filme in die Popkultur wandern und man so einen ziemlich genauen Plan von dem hat, was ein dem Film passiert. Das merkt man an Alien ganz extrem. All die Zitate und Hommages an diesen Film verderben einem schon fast das Vergnügen, wenn Alien nur nicht von vorne bis hinten so unglaublich gut wäre.

Alien Banner

Kritik

Alien ist ein totaler slow burn. Zur Hälfte des Filmes ist eigentlich noch gar nichts passiert, aber Alien wird in eine düstere Stimmung getaucht, um den Rest des Filmes perfekt in Szene zu setzen. Die langen Einstellungen und Nahaufnahmen und der minimalistische Soundtrack, der das Grollen des Raumschiffs in die Ohren brennt sind so bedrückend und verlangsamen den Film so sehr, dass die wenigen Szenen, in denen etwas passiert unglaublich effektiv sind.

So gut der SciFi-Horror inszeniert ist, bleibt es leider bei einer technischen Spielerei und nur dieser Spielerei. Denn so sehr Wert auf Setup und Payoff gelegt wird, so wenig wird die Kamera auf die Charaktere gerichtet. Alle Figuren bleiben flach und entwickeln sich kein bisschen. Hätte es dieser Aspekt in den Film geschafft, hätte er wohl seinen fünften Stern bekommen. Ach ja. Und die Katze ist in etwa das dümmste Plotdevice, was man sich nur vorstellen kann.

So sehr mir vielleicht eine gewisse Charakterentwicklung fehlt, um mich emotional an die Geschehnisse des Films zu binden, so sehr ist Alien das beste Beispiel für perfekt umgesetztes Style over Substance und allein deshalb bemerkenswert, dass er so gut funktioniert.

Trotz des hohen Alters von 33 Jahren ist Alien immer noch filmisch sehr zeitgemäß, was an den wenigen Spezialeffekten und den vielen praktischen Effekten und detailreichen Modellen liegt.

Alien war jedenfalls ein hervorragender Start in mein kleines Projekt und macht viel Lust auf alles Weitere, was noch kommen wird.

★★★★✩

Film Nummer zwei wird dann Brazil sein.

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