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Musik Zum Arbeiten

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Jeder hat ja andere Angewohnheiten, was das Musikhören im Hintergrund von anderen Tätigkeiten angeht. Die einen können nicht ohne Gedudel, weil sie die Stille bzw. Unruhe im Hintergrund nicht ertragen, die Anderen nicht mit, weil es sie zu sehr ablenkt.

Ich für meinen Teil habe in irgendeiner Form immer eine Beschallung am Laufen. Unterwegs sind es Podcasts, zu Hause Musik. Habe ich Zeit, setze ich mich hin, lege mir eine Schallplatte auf und höre aktiv hin.
Sitze ich am Computer, dudelt mein iTunes vor sich hin. Die meisten greifen ja auf relativ einfache Musik ohne Lyrics zurück, wenn sie arbeiten, oder lernen, wie Klassik oder seichter Elektro.
Ich bin da anders. Wenn ich irgendetwas hirnloses mache, kann ich selbstverständlich alles hören, was mir gefällt. Bin ich konzentriert gibt es bei mir nur eine Einschränkung. Ich muss die Musik gut kennen. Egal wie laut, leise, progressiv, seicht, vokal oder poppig das Ganze ist. So lange ich die Musik in- und auswendig kenne, kann ich einen kleinen Teil meines Kopfes für die Musik abstellen und mich insgesamt viel besser auf alles andere Konzentrieren. Hätte ich Stille um mich herum, würden meine Gedanken häufiger abschweifen. Komischerweise lenken mich Lyrics überhaupt nicht ab. Das liegt wohl daran, dass Lyrics für mich eher ein Instrument sind. Ich achte fast nie auf Texte und kann mich auch kaum für besonders tolle Texte begeistern. Für mich ist es die Musik, die im Vordergrund steht. Deshalb ist es wohl egal, was ich bei konzentriertem Arbeiten höre, so lange ich es gut kenne, so dass ich nicht von der Musik überrascht werde. Dann müsste ich aktiv hinhören und würde abgelenkt.

Aus diesem Grund besteht meine Playlist für diesen Zweck nicht aus Café del Mar 1-25 oder Debussy, sondern aus Pantera, Flying Lotus, Dream Theater, Radiohead, Interpol oder Joe Satriani. Hauptsächlich älterer Kram, den ich schon seit 10 Jahren auf Rotation habe. Bescheuert, aber ist so.

Im Wesentlichen bin ich der Meinung, dass Shuffle in diesem Fall (eigentlich auch grundsätzlich) ziemlich unbrauchbar ist, weil sich ständig der Stil, Tempo, Instrumentierung und Geschlecht des Sängers ändert. Dieser Wechsel lenkt meiner Meinung nach zu sehr ab. Ich bin großer Verfechter des Albums als ein zusammenhängendes Stück Musik und in diesem speziellen Fall noch viel mehr. Innerhalb eines Albums bleibt alles oben genannte mindestens ähnlich, was es sehr gut für Berieselung eignet.

Egal. Ziemlich langweilig wahrscheinlich, aber als ich die Diskussionen zu dem Thema hörte, stand ich mit meiner speziellen Einstellung dazu ziemlich alleine da und dachte, ich schreibs mal auf.

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