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SZ - Qualität Im Deutschen Fernsehen

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Die Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung widmet eine ganze Seite im Medienteil dem deutschen und im Besonderen dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Da steht natürlich viel Bekanntes, aber auch ein sehr schöner Text von Roger Willemsen, der die These vertritt, “Kritik am Fernsehen ist die pauschale Selbstbestrafung des Publikums für die geliebte Verblödung”. Willemsen greift eine Menge guter Punkte auf und trifft das Hauptproblem auf den Kopf.

Nein, sympathisch sind wir Glotzer nicht und würden uns nicht gerne zum Freund haben. Wir schauen mit Schadenfreude, herablassend, froh, nicht zu sein wie jene dort im Kasten, wir machen Bauer sucht Schwein zu einem Massenerfolg, wenn zwei Männer mit ihren Penissen Klavier spielen, sitzt jeder vierte Zuschauer davor. Doch sagt er: Das ist das Schönste, das ich je gesehen habe? Nein, er sieht mit Angstlust zu, mit geneigter Abwehr, Freude am Ekel. Meint die RTL-Chefin das, wenn sie sagt: “Wir nehmen unsere Zuschauer ernst?” Sie spottet. Der Zuschauer nimmt sich ja selbst nicht ernst.

Den vollständigen Artikel gibt es hier zu lesen.
Qualität im deutschen Fernsehen – Es wird nicht besser – Medien – sueddeutsche.de

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