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Smallblogging Mit Google+

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Ich habe mir bisher verkniffen überhaupt einen Artikel bzgl. google+ zu lesen, weil mich dieses Thema nervt, weil alle zu solchen Themen die gleiche Meinung und die gleichen Tipps haben, sich über die gleichen Dinge beschweren, obwohl die beta erst zweieinhalb Minuten alt ist und sich darüber auskotzen, dass die Plattform immer noch nicht offen für alle ist.
Kommt klar Jungs. Google wird natürlich nicht Joe Schmoe Normaluser auf ein System lassen, an dem am lebenden Objekt herumgeschraubt wird und ständig neue Funktionen hinzukommen, andere verschwinden, weitere feingetuned werden oder den Platz ändern. Das look and feel muss erst halbwegs konsistent werden, damit derjenige, der einfach nur seine 3-30 Freunde reinwerfen und sich austauschen will nicht sofort überfordert und verschreckt ist. Wir sind nunmal die Testobjekte.
Egal. Darüber wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Jedenfalls ist mir an der aktuellen Benutzung von google+ etwas aufgefallen. Wir haben unser ‘Microblogging’ mit Twitter, um unseren Gehirnfürzen Luft zu machen und Blogs für etwas ausgereifte Gedanken und Ideen, die mit weiteren Medien nett angereichert werden können.
Google+ liegt irgendwo in der Mitte. Man hat mehr Platz als 140 Zeichen, schafft aber keinen permanenten Ort für einen Blogpost. Es ist eher der visuell aufbereitete Statusupdate mit Inlinebildern und -videos, der tatsächlich mal zu Kommentaren, Gesprächen oder gar Diskussionen einlädt, was auf Twitter mit maximal 3 Personen möglich ist und in Blogs entweder gar nicht passiert, oder im Wasserfall von “finde ich geil” oder “finde ich scheiße” untergeht. Zudem kann bei + nicht jede Pappnase kommentieren, weil man den Kreis, an den die Postings rausgehen einschränken und sich seine Peergroup wenigstens etwas aussuchen kann.
So lernt man die Leute, die man aus Twitter rübergebracht hat besser kennen und kann auch mal ein paar ernste Worte miteinander wechseln ausser den typischen “@foo haha…”, “@bar tolles Video”, “@foobar kennste den? …” @-Replies.

Auch wenn google+ sich erst noch einen festen Platz im Netzleben erarbeiten muss, denke ich, dass es eine schöne Nische gefunden hat, ausreichend viel anders macht als facebook und uns so einen schönen neuen Platz zum austoben liefert.

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