<

hirnrekorder

film - fernsehen - musik - zeug

Whiskey Sour

| Comments

Widmen wir uns nun dem nächsten Klassiker. Dem Whiskey Sour. Dieser Cocktail hat ein dermaßen einfaches Rezept, bei dem man, um ihn halbwegs ordentlich hinzubekommen kaum etwas falsch machen kann. Hier liegt der Teufel im Detail. Welche Zutaten benutze ich genau, wie wird er richtig zubereitet, wie serviert?

Basisrezept

Man nehme

4 Teile Whiskey
2 Teile Zitronensaft
1 Teil Zuckersirup

Das ganze in einem Shaker mit ordentlich Eis (immer Würfel, kein Crushed Ice) etwa 10sek schütteln und in einen vorgekühlten Tumbler mit einem Barsieb abseihen.

Soweit, so gut. Man sollte selbstverständlich frisch gepressten Saft benutzen und einen Whiskey, den man gerne mag. Zu langes Schütteln sollte man vermeiden, weil der Drink sonst verwässert. Aus diesem Grund serviere ich den Sour auch entweder ganz ohne Eis oder mit einem sehr großen Eiswürfel, der nicht so schnell schmilzt, wie etwa drei normalgroße.

Variationen

Der Whiskey Sour stellt die Spirituose stark in den Vordergrund. Von daher kann man geschmacklich am meisten variieren, wenn man mit der Hauptzutat spielt. Hier entscheiden persönliche Vorlieben. Mit einem Kentucky Bourbon kann man am Anfang am wenigsten falsch machen.
Sehr kompliziert wird es, wenn man mit Scotch herumexperimentiert. Torfige finde ich extrem ungeeignet und bei anderen muss man gegebenenfalls mit etwas anderen Mengenverhältnissen die doch sehr starken Geschmacksnoten auffangen. Zu dem Thema ist in der vergangenen Mixology (1/2011) ein ausführlicher Workshop dazu.
Eine klassische Variante ist die Zugabe eines halben (sehr frischen) Eiweiß in den Shaker vor dem Schütteln. Dadurch bekommt der Cocktail eine leicht schaumige Krone.
Man kann auch einen Spritzer Angostura Bitters dazugeben. Das verleiht dem Drink etwas mehr geschmackliche Tiefe und Würze. Ich würde jedoch nie Eiweiß und Bitter zusammen in den Sour geben, weil sonst der Schaum nicht mehr schön weiß ist, sondern auch eine rötliche Färbung bekommt.
Und zur Deko kann man eine Cocktailkirsche ins Glas geben.
Ich würde den Cocktail, so wie alle anderen geschüttelten Drinks mit frischgepresstem Saft, durch einen Finestrainer gießen, um kleine Eissplitter und Fruchtstückchen herauszufiltern.

Mein Lieblingsrezept

Einen Tumbler vorkühlen.
In einem Boston Shaker mit viel Eis

6cl Canadian Club oder Four Roses
3cl Zitronensaft
1.5cl Zuckersirup
1-2 dashes Angostura

etwa 10sek gut schütteln und durch ein Barsieb und einen Finestrainer in den Tumbler mit einem sehr großen Eiswürfel abseihen und mit einer Cocktailkirsche am Spieß servieren.

Comments