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Erstausstattung Der Eigenen Bar

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Vielleicht habe ich ja dem einen oder anderen mit meinen Cocktailrezepten den Mund wässrig gemacht und möchte selber damit anfangen daheim etwas mehr als nur nen Vodka Lemon zu mixen. Da ich selber vor etwa zwei Jahren klein angefangen habe, kann ich ein paar Tips geben, wie man beginnen kann, ohne sich in riesige Unkosten zu stürzen.

Barzubehör

Ich persönlich mag Boston Shaker sehr gerne. Das sind die 2-teiligen, normalerweise ein Glas und ein Aluminiumbecher (liegt um €20,-), dazu benötigt man ein Barsieb (€10,-), zum abseihen, damit das Eis und alles andere im Shaker bleibt.
Dann braucht man noch ein paar nette Gläser, geht natürlich auch erstmal ohne, macht aber mehr Spass. Stil und so. Und einen Messbecher (€3,-) braucht man auch.

Ich bestelle mein ganzes Zubehör immer gerne bei barstuff.de. Die haben eine riesige Auswahl und angenehme Preise. Barstuff sitzt in Berlin, wo man auch vorbeifahren kann und selber durch die Regale stöbern kann. Dort wird einem auch sehr kompetent und geduldig geholfen.

Zutaten

Nun stellt sich die Frage, was man an Zutaten einkaufen soll. Jeder hat bestimmt einen Drink, den er gerne trinkt. Mein Tip ist erstmal nur für den einen Cocktail die Zutaten zu kaufen, um den Drink zu perfektionieren. Und mit diesen Zutaten kann man meist, wenn man eine Zutat mehr kauft, schon 3-5 Drinks mixen. Damit hat man schon eine Menge Spass und viele werden damit für den Gelegenheitsdrink sicherlich zufrieden sein.
Wer seine Möglichkeiten erweitern möchte sucht sich einfach einen anderen klassischen Drink auf Basis einer anderen Alkoholsorte aus und erweitert von da aus zu weiteren Rezepten.

Beispiel

Als ich anfing mich für das Selbermixen zu interessieren, war der Whiskey Sour mein Lieblingsdrink. Also hab ich einen Bourbon und Rohrzuckersirup besorgt. Etwas später trank ich in einer Bar den Sour mit Angostura und verliebte mich sofort in diese Variante. Also nen Angostura gekauft und so konnte ich meinen Lieblingsdrink perfekt nachmixen. Mit diesen Zutaten kann man sich nen prima Old Fashioned und Whiskey Crusta mischen. Besorgt man sich einen roten Vermouth, kommt der Manhattan dazu.

Etwas später habe ich meine Bar auf Gin-Drinks erweitert, um etwas Varianz zu haben bzw. anbieten zu können und weil es viele Cocktails auf Gin-Basis gibt, die ich sehr gerne mag. Kauft man nun Gin (und hat den Rohrzuckersirup schon) kann man sich einen Gimlet, einen Gin Crusta und einen Tom Collins mixen. Besorgt man sich weißen Vermouth, hat man alles für einen Martini Cocktail usw. usf.
Jetzt hat man schonmal die wichtigsten klassischen Drinks zusammen, und kann, wenn man Gäste hat, schon fast auf Zuruf die meisten Standards mixen, was schnell Eindruck macht.

Bücher

Damit man einen kleinen Leitfaden und vor allem Ideengeber hat, lohnt es sich auf jeden Fall ein ordentliches Rezeptbuch zu kaufen, denn es macht wirklich Spass darin zu blättern und auf neue Ideen zu kommen, welche Getränke man mit den Zutaten, die man schon da hat, zubereiten kann.
Natürlich kann man die Rezepte auch online nachschlagen, aber eine Konsistente Sammlung zu haben lohnt sich schon alleine, weil es zu jedem Drink mehrere Rezepte gibt und die meisten nicht besonders gut sind bzw. den eigenen Geschmack nicht treffen. Ich würde z.B. einen großen Bogen um Rezepte machen, die Fertigmischungen verwenden. So gibt es viele Rezepte, die für einen Gimlet Lime Juice aus der Flasche verwenden. Der schmeckt furchtbar künstlich. In so einem Fall sollte man sich den frischen Limettensaft selber süßen. Ihr versteht, was ich meine.

Da ich etliche Bücher zum Thema habe, die alle ihre Vorzüge und Schwächen haben ist es schwierig eine klare Empfehlung zu geben. Jedes Buch hat einen anderen Schwerpunkt und mag von daher dem einen gefallen und dem nächsten nicht.
Zwei tolle Standardwerke sind Cocktailian: Das Handbuch der Bar [Amazon AffLink] und American Bar - Charles Schumann [Amazon AffLink]. Diese beiden beschäftigen sich fast ausschließlich mit klassischen Drinks, wobei das Cocktailian zusätzlich eine Menge zu den Cocktailtypen, wie Sours, Fizzes usw. erklärt. Ich besitze auch Das ultimative Barbuch [Amazon AffLink]. Das Buch enthält zu zwei dritteln detaillierte Informationen zu allen Alkoholsorten und am Ende einen wirklich schönen Abschnitt mit einem Querschnitt an ausgewählten Rezepten.

Damit kann man auf jeden Fall gut starten und von da aus weitermachen.

Viel Spass beim Aufbau der eigenen Bar und dem entdecken von neuen Lieblingsdrinks. Fragen könnt ihr gerne in die Kommentare schreiben.

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