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The Notwist Geben Ein Geburtstagsständchen

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Vergangenen Donnerstag war es endlich soweit. Das verschobene Konzert, welches im Rahmen des 25 jährigen Jubiläums des City Slang Labels stattfinden sollte, wurde in Huxleys Neuer Welt nachgeholt. The Notwist spielten ihr Album ‘Neon Golden’, mit dem sie 2002 zum Berliner City Slang Label wechselten und den bekannten Erfolg damit hatten. Die vier Zugaben bestanden aus fast dem kompletten Album ‘The Devil, You + Me’ und zum Rausschmiss eine von ihren alten Punknummern (ja, das war mal ne Schülerband).

Ich muss sagen, es ist schon ne Weile her, dass ich eine Band mit so viel Spielfreude gesehen habe und vor allem eine, die es schaffte so viele Instrumente zu einem harmonischen Bühnensound zusammenzufügen. Die Songs wurden nur als lockeres Gerüst aufgefasst, dessen Themen und grobe Strukturen zwar noch zu erkennen waren, aber ausreichend Platz zum Austoben ließen. Und den nutzten sie auch. In etwa vergleichbar mit dem, was The Whitest Boy Alive live so fabrizieren, nur dass ich persönlich das Ganze mit der komplexen Instrumentierung von The Notwist weit beeindruckender fand.
Zwei Nova (?) - Zum einen hat der Perkussionist die Resonanzröhren seines Vibraphons mit Geigenbögen gespielt, was einen Wahnsinnssound brachte und Martin Gretschmann alias Console spielte weite Teile des Konzertes mit zwei Wii-Controllern, mit denen er Samples steuert und Effekt variiert. So etwas habe ich wirklich noch nie gesehen. Er war sowieso der einzige der stoisch auf der Bühne stand und seine Samples dirigierte, während der Rest der Truppe abging, als gäbe es kein Morgen.

Ein von vorne bis hinten tolles Konzert, bei dem wirklich alle richtig Bock hatten. Band und Publikum. So ging dann nach etwa zweieinhalb Stunden eine absolute ‘tour de force’ zu Ende und ließen mich mit einem leergeblasenen Gehirn und der Gewissheit zurück, mir die Jungs bei nächster Gelegenheit wieder anzusehen.

On a different note - Können mal bitte mehr Bands Schlagwerk mit auf die Bühne nehmen? Das Geplöckel auf dem Vibraphon war hervorragend rauszuhören und machte den ganzen Bühnensound ungemein dichter. Und - Drei-Mann-Bands ohne Basser funktionieren einfach nicht. Auch wenn ein Keyboard auch für tiefe Frequenzen sorgen kann, so hält das doch einen Song nicht zusammen (-> Vorband)

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