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Catfish

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Catfish ist eine kleine feine Doku über den New Yorker Photograf Nev Schulman und die Familie Rund um die acht jährige Abby aus Michigan, die Kontakt zu Nev herstellt, nachdem sie ein von ihm geschossenes Photo in der Zeitung sieht und davon ein Bild anfertigt. Beide befreunden sich bei Facebook und halten regelmäßigen Kontakt indem sie Nev ihre selbstgemalten Bilder zuschickt. Nev lernt über Facebook nach und nach die Familie von Abby kennen. Abby’s Mutter Angela, ihren Bruder, der in einer Band spielt und egelmäßig Songs rumschickt und ihre ältere Halbschwester Megan, eine Sängerin, mit der sich Nev immer näher kommt.

Relativ früh schalten sich Ariel und Henry, mit denen sich Nev ein Büro teilt, in die Geschichte ein, um die Entwicklung der Fernbeziehung zu Megan, die ausschließlich per Facebook und Telefonate läuft, zu dokumentieren. Als Nev nach einigen Monaten zufällig entdeckt, dass Megan Songs, die sie angeblich für Nev schrieb und aufnahm, auch woanders im Netz zu finden sind, beginnt er die ganze Beziehung zu hinterfragen.

Es ist ziemlich schwierig, den Film nicht zu spoilern und ihn trotzdem schmackhaft zu machen. Catfish ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die mit einfachen Mitteln dramatisch erzählt, wie sich zwei Unbekannte kennenlernen, ein virtuelles Bild von sich aufbauen und sich in eben dieses verlieben. Ich empfehle keine intensiven Hintergrundinformationen zu lesen, bevor man sich die Dokumentation ansieht. Das könnte einen Teil des Spaßes verderben. Ein kleiner anregender Gedanke am Rande: Behaltet mal die Frage im Hinterkopf, ob die ganze Doku ggf. fake ist.

★★★☆☆

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